Reverse Graffiti – Ein Skandal wo keiner ist.

Das Lustige an Reverse Graffiti ist die Idee, Legalität ad absurdum zu führen.
Für bislang Unwissende: Man reinigt dabei eine stark verschmutzte Fläche auf eine Art und Weise, dass der Kontrast zwischen schmutzig und sauber das Motiv darstellt.

Artoxic verwendet diese Methode in Wien und macht dabei immer wieder Erfahrung mit der Polizei. Obwohl es an dieser Institution einiges zu bemängeln gäbe können wir sagen, dass unser Kontakt mit der Exekutive bislang durchwegs positiv war. Der Grund ist wohl die mangelnde Rechtsgrundlage für ein Einschreiten, was uns im Vorfeld auch von einem uns vertrauten Juristen überprüft wurde.

Unser Werkzeug ist ein mobiler Sandstrahler der mittels Pressluftflaschen betrieben wird.
Alles wurde TÜV geprüft um den Vertretern der Macht keine Ansatzpunkte zu bieten die Methode aus sekundären Gründen zu verbieten. Weiters ist zu beachten, dass besser nur öffentliche Wände verwendet werden sollten, um keine Klagen von Privaten zu bekommen. Ausgeschlossen sind jedoch auch denkmalgeschützte Gebäude, da diese speziellen Auflagen bezüglich ihrer Reinigung unterliegen.

Wer die Sandstrahlmethode wählt, sollte weiters noch beachten, dass mit geschätzten 80db Lärm bei 10 Bar Druck ein übles Nebenprodukt entsteht. Unser Fazit daraus ist, nur bei Tag damit zu arbeiten.


Das erste Treffen mit der Wiener Polizei und ein paar Tipps zum Umgang mit den Damen und Herren:

Als wir mit der ersten Aktion an der Rechten Wienzeile 34 begannen und die Strasse abends noch stark frequentiert war, benötigten die Beamten vom Anruf eines Passanten bis zu ihrem Eintreffen ca. 5 Minuten. Dafür hatten wir die Freude gleich 5 Polizeiautos gegenüber zu stehen. Die zwei schnellsten Beamten durften uns anschließend verhören.

1.Tipp (Polizisten sind wie Jediritter!) Widersprich nie einem Polizisten – es ist sein Job Recht zu haben. Lass ihn selbst darauf kommen, das diese Tat nicht strafbar ist.

2.Tipp (Die Dunkle Seite der Macht ist schneller und flexibler) Generier keine Aussagen welche die Beamten provozieren. Dann kriegst du keine Chance dich mit ihnen anzufreunden.
Nach einer langen Diskussion schafften wir es, die Zwei für uns zu gewinnen und bekamen sogar Lob für die gute Idee.

3.Tipp (Jedis haben schlechten Humor): Lach über Späßchen auch wenn sie nicht lustig sind. Dein Bildungsvorsprung erlaubt es dir.

4.Tipp (Der Verwaltungsapparat des Todessterns): Beamten tun nur ihre Pflicht, und das ist, wenn es zu einem Einsatz kommt, deine Daten aufzunehmen. Diese werden in einem Worddokument niedergeschrieben, ausgedruckt und in einem Ordner abgelegt. Nach sieben Jahren werden die Dokumente vernichtet. Der Vorstrafenregister bleibt völlig unberührt und offiziell können diese Daten auch von niemandem eingesehen werden.
Angeblich kann diese Dokumentation sogar von Vorteil sein. Denn wenn deine Handschrift irgendwo anders in Farbe entdeckt wird kannst du dich darauf beziehen dass du Reverse machst und kein Sprayer bist. Ein Neider könnte dein Image missbraucht haben um dir rechtliche Probleme zu bereiten.

5.Tipp (Polizisten sind nur Jedis, die Moral die Regie): Es gibt Inhalte die politisch nicht vertretbar sind. ZB. Hakenkreuze oder andere ethisch unvertretbare Darstellungen. Hier einen Fehler zu begehen könnte strafrechtliche Konsequenzen haben.

6.Tipp (Das Spiel mit der Macht): Für mich der schönste Teil Am Reverse ist, dass man sich erwischen lassen darf. Um ehrlich zu sein macht es mir sogar Spaß. Überleg dir also alle Argumente im Vorfeld, spiel sie jedoch nur im Notfall aus.

7.Tipp (Die Neutrale Zone): Ein Jurist sagte uns, dass Verkehrszeichen nicht verändert werden dürfen. Auch wenn diese eine super Oberfläche bieten, lassen wir bislang die Finger davon.

Als wir am Ende des Verhörs schon fast neue Freunde gefunden hatten bekamen wir noch den Tipp, dass es in Wien eine eigene Behörde gibt, die für Grafittis zuständig ist. Auf diese offen zuzugehen wird einer unserer nächsten Schritte sein. Um weitere Einsätze der Polizei bezüglich unseres Treibens zu vermeiden, melden wir uns vor jeder Aktion auf der Wache des zuständigen Bezirkspolizeiamtes. Dort muss man oft ein wenig hartnäckig sein, da man sich nach einer nicht existierenden Rechtslage erkundigt und oft erstmals ein „Nein“ bekommt.

8.Tipp (Das Imperium hat viele Feinde): Es gibt Grafittis die von der Stadt genehmigt wurden. Diese stellen einen künstlerischen Inhalt dar der nicht verletzt werden darf. Die Informationen welche Grafittis das sind, bekommt man von der Stadt.

Lang lebe das Imperium damit wir noch viel Spaß mit ihm haben.

Wir wünschen euch allen viel Spaß beim arbeiten. Und bitte bedenkt: Das ist unsere persönliche Erfahrung mit dem Thema. Da es, soweit wir wissen, einfach keine Rechtsgrundlage bezüglich Reverse Grafitti gibt, können wir genau so wenig sagen es ist verboten wie wir sagen können es ist erlaubt. Ihr könnt euch also nicht auf diesen Bericht beziehen.

...Konzertgagen als Beteiligung ausbezahlt

George Caper: "Als ich nach Wien kam, hatte ich mein 500stes Konzert bereits hinter mir, aber von so etwas hatte ich noch nie gehört."
Veranstalter haben es in Wien irgendwie geschafft, dass beinahe alle Bands und Künstler mit Gagen in Form von Beteiligungen am Eintritt einverstanden sind. Fact ist allerdings, dass Aufgaben wie Werbung und die Organisation eines Events beim Veranstalter liegen und liegen müssen, da sonst eine konzeptionelle Umsetzung der Veranstaltung gar nicht möglich ist. Somit trägt auch der Veranstalter die Verantwortung dafür, dass sein Event von Leuten besucht wird. Über die Ausbezahlung der Musiker in form einer Beteiligung wälzt der Veranstalter die Verantwortung und somit das Risiko, die durch ihn entsteht, auf die Musiker, die gar keinen Einfluss darauf haben ob das Event erfolgreich ist, ab. In extremen Fällen werden dann zusätzlich noch die Musiker gebeten oder gar dazu gedrängt, Werbung zu machen und eine Mindestanzahl von Leuten mit zu bringen. Wir raten allen Bands von solchen Angeboten ab, denn dann fließt weiterhin der Grossteil des von euch verdienten Geldes in die Taschen der Veranstalter. Der Hintergrund dazu ist nämlich, dass nur ein kleiner Prozentsatz der Konzerteinnahmen aus den Eintrittsgeldern stammen. Der grösste Teil stammt aus dem Getränkeumsatz und dem Sponsoring.

G8 Demonstranten sind lächerlich!?!

Erstaunlich, wie eine Gruppe von Menschen die komplett konträre Meinungen vertreten, sich in Potsdamm gemeinsam gegen einen Feind richten: den G8 Gipfel.
Während eine breite Masse der Demonstranten dagegen zu sein scheint, dass acht Staaten über Vorgänge in der Welt entscheiden, scheint sich eine konstruktive Minderheit darüber zu beklagen, dass am Gipfel nichts sinvolles, oder zumindest nicht schnell genug entschieden wird.
Während den seit Jahren immer wieder aufflackernden Demos treffen sich die Staaten immer wieder in der Nähe logistisch gut gelegener Orte. Wieviele Demonstranten währen wohl auf die Cayman Islands gekommen? Und was hätte der Gipfel dort gekostet, wenn niemand demonstriert hätte? Eine logische Antwort dafür ist, dass der G8 Gipfel diese Demos braucht, denn ohne sie würde er einfach missachtet werden. Fazit ist, dass die G8 Staaten die Demonstranten für ihren Zweck einsetzen; nämlich gegen die Globalisierung zu protestieren. Denn Globalisierung heißt für die erste Welt, die lange auf kosten der Entwicklungsstaaten lebte und immer noch lebt, dass sich Geld nun überall hin verteilt und nicht ein Monopol der reichen Länder bleibt.

Die Lüge um ISRC und Labelcode

Wie viele von euch schon wissen, braucht man für Radioairplay und Releases einen Labelcode, einen ISRC-Code und noch mehr Sachen um die man sich als Musiker nicht kümmern will. Nun mußten viele junge Bands schon die Erfahrung machen, dass man diesen Code bei der Pressung dazu kaufen muss. Um dieser Schweinerei Abhilfe zu schaffen bietet euch Artoxic Productions diesen Codes gratis an. Also einfach mail schreiben, Code bekommen, releasen oder auch nicht und schon könnt ihr im Radio gespielt werden.

Kirche schürt die Verbreitung von Aids in Afrika

Nach öffentlichen Kondomverbrennungen im kriesengeschüttelten Afrika durch "christliche Priester", der Behauptung Papst Johannes Pauls, dass Kondombenutzung auf direktem Weg in die Hölle führe, einer Kampagne der "Christen" mit Plakaten auf denen steht "Kondome Helfen nicht gegen Aids", der Argumentation dazu, dass dies stimme, da diese nur profilaktisch seien... gibt es nun einen Fortschritt.
Papst Benedikt XVI überlegt, die Verwendung von Kondomen bei HIV-positiven Ehepartnern zu erlauben. "...das ist Völkermord, wir bitten die Kirche um Stellungnahme!"

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